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Schokolade-fabrikation vor 100 jahren |
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Reinigungs- und Auslesemaschine
Die Kakaobohnen wurden in den Trichter geschüttet und in der Maschine von Staub und Bruch befreit. Die "gereinigten" Bohnen wurden kontinuierlich über ein Förderband in Auffangkästen entleert. Vorhandene Fremdkörper wurden von Hand auf dem Förderband ausgelesen.
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Sortiermaschine
Anlage zum Sortieren der gereinigten Bohnen nach Grösse.
Auf Schüttelsieben wurden die Bohnen in drei Grössen sortiert. Dies war sehr wichtig, da beim Rösten der ganzen Bohnen auf eine einheitliche Bohnengrösse geachtet werden musste. |
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Röstmaschine
manuell betriebene Röstmaschine für kleinere Betriebe. Beheizt wurde der Röster mit Kohle oder Holz. Während des Röstprozesses musste die mit Kakaobohnen gefüllte Trommel mit einer Kurbel beständig gedreht werden. Diese Maschine war eher für kleinere Betriebe geeignet. |
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Röstmaschine
Eingemauerte Röstmaschine für mittlere Betriebe. Beheizt wurde auch dieser Röster mit Kohle oder Holz. Die heissen Gase wurden um die drehbare Trommel geführt und in den Schornstein geleitet. Während des Röstprozesses wurde die mit Kakaobohnen gefüllte Trommel automatisch über einen Riemenantrieb ständig gedreht. |
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doppelte Röstmaschine
Röstmaschine mit zwei Rösttrommeln für grössere Betriebe. |
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Trommel - Röstmaschine
manuell betriebene Röstmaschine für kleinere Betriebe. Indem der Röstbehälter kugelförmig war, konnte eine gleichmässigere Qualität erreicht werden.
Beheizt wurde der Röster mit Kohle oder Holz. Während des Röstprozesses musste die mit Kakaobohnen gefüllte Trommel mit einer Kurbel beständig gedreht werden. Diese Maschine war eher für kleinere Betriebe geeignet. |
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Trommel - Röstmaschine - "Sirocco"
Halbautomatisch betriebene Röstmaschine für Grossbetriebe.
Die über Riemen und Zahnräder betriebene Röstanlage wurde mit Kohle beheizt. Der Röstgrad wurde über einen Musterzug oder durch den angezeigten Gewichtsverlust bestimmt.
Indem der Röstbehälter kugelförmig war, konnte eine gleichmässigere Qualität erreicht werden. Diese Anlage verfügte bereits über ein Kühlsieb, mit welchem die heissen Kakaobohnen nach dem Rösten sofort gekühlt werden konnten.
Diese Anlage wurde als "Sirocco" bezeichnet und konnte sich durch kontinuierliche Weiterentwicklung bis zum heutigen Tag halten. Man findet heute in vielen Betrieben Sirocco-Röster.
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Fahrbarer Absaugkasten
In solche Kästen wurden die gerösteten, heissen Kakaobohnen entleert. Der Kasten wurde mit der Absaugvorrichtung verbunden. Über ein Gebläse wurde Luft durch den Kasten angesaugt und in den Schornstein geleitet. Auf diese Weise konnten die gerösteten Bohnen schnell gekühlt werden. |
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brech und reinigungsanlage
Die gerösteten und gekühlten Kakaobohnen wurden mit dieser Anlage gebrochen. Die Kakaobruchstücke wurden durch Vibration über verschiedene Siebe nach Grösse sortiert und in Kästen abgefüllt. Die leichteren Schalenteile wurden mit Saugluft ausgeschieden.
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Kakaomühle
Zum Mahlen der gebrochenen Kakaokerne benutzte man solche Mühlen. Das Bild zeigt eine riemenbetriebene Zwillingsmühle. In zwei Mahlgängen wurden die Kerne mit Mahlsteinen aus Granit feingemahlen. Durch das Zerreiben des Kakaos erwärmte sich das Mahlgut auf 50-60°C. Der Kakao verflüssigte sich und verliess in flüssiger Form die zweite Mühle. |
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Kakaomühle
Zum Mahlen der gebrochenen Kakaokerne benutzte man solche Mühlen. Das Bild zeigt eine riemenbetriebene Drillingsmühle. In drei Mahlgängen wurden die Kerne mit Mahlsteinen aus Granit fein gemahlen. Durch das Zerreiben des Kakaos erwärmte sich das Mahlgut auf 50-60°C. Der Kakao verflüssigte sich und verlies in flüssiger Form die zweite Mühle. |
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Kakaomühle / Kakaowalze
Später benutzte man eine Kombination aus Mühle und Walzwerk.
Die auf der Mühle verflüssigte Kakaomasse gelangte zuerst auf das obere Walzenpaar. Zum Schluss wurde die Masse auf dem unteren Walzenpaar zur gewünschten Feinheit gewalzt. |
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Melangeur
Der auf ca. 45°C beheizte Melangeur wurde über Riemen angetrieben. Die Bodenplatte drehte sich im Gegenuhrzeigersinn. Das Mischgut wurde dadurch immer wieder unter den fixen Mahlsteinen durchgeführt und setzte dadurch die beiden freistehenden Granitsteine in Bewegung. Schon nach kurzer Zeit vermischte sich der Kakao mit dem Staubzucker und es entstand eine teigartige, kompakte Masse. |
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Misch - und Knetmaschine
Bei diesem Mischer wurde die Masse gemischt und geknetet. Dieser Typ wurde hauptsächlich zur Kakaopulverfabrikation eingesetzt. |
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Einfaches Walzwerk (3 Walzen)
Das einfache, riemenbetriebene Walzwerk hatte drei nebeneinanderliegende Walzen. Die Schokolademasse aus dem Melangeur wurde von Hand in den Trichter eingefüllt und anschliessend über die drei Walzen aus Porzellan oder Granit feingewalzt. Das feine Walzenpulver wurde in Kästen aufgefangen und transportiert. |
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Walzwerk (3 Walzen)
weiteres Walzwerk |
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Walzwerk (3 Walzen)
weiteres Walzwerk |
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Walzwerk (5 Walzen)
Bei diesen modernen, riemenbetriebenen Walzwerken wurde die Masse über 5 Stahlwalzen feingewalzt. Die Masse übertrug sich von Walze zu Walze und wurde schliesslich nach der letzten Walze oben in Mulden gefüllt.
Nach diesem Prinzip wird die Schokolade auch heute noch feingewalzt.
Ansicht Rückseite |
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Walzwerk (5 Walzen)
Ansicht Vorderseite |
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Conche - Längsreibemaschine
In jede der vier geheizten Wannen wurde das feingewalzte Schokoladepulver eingefüllt. Pro Wanne bewegte sich ein schwerer Mahlstein aus Granit hin und her. Die flüssige Masse wurde immer wieder mit dem drehenden Mahlstein hin und her geschoben. Während 48h wurde die Masse conchiert. Während diesem Vorgang entwickelte sich das feine Schokoladearoma und die Schokolade wurde feinschmelzend. Der Schokolade wurden noch Aromen und Kakaobutter beigegeben. Die fertige Schokolade konnte über seitliche Öffnungen entleert werden. |
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Conche - Radialreibmaschine
Mit diesem Typ wurde versucht, die Längsreibermaschine zu verbessern. Der Mahlstein aus Granit befand sich bei dieser Maschine im Innern einer geschlossenen Maschine. |
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Conche - Melangeur
Die Schokolade konnte auch mit einem Melangeur conchiert und fertiggestellt werden. Dieser Typ eignete sich vor allem für weiche Schokolademassen. |
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WÄrmeschrank
Damit die Schokolade flüssig blieb, lagerte man sie in solchen Wärmeschränken bei ca. 50°C. |
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Kleiner Melangeur zum Entlüften
Durch das Conchieren gelangte viel Luft in die Schokolade. Es bildeten sich viele Luftbläschen in der dickflüssigen Masse. Vor dem Einformen musste die Luft aus der Schokolade entfernt werden. Zuerst wurde die Masse mit dem Melangeur geschmeidig gemacht. |
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Entlüftungsmaschine
Die dem Melangeur entnommene Masse wurde nun in den Einfülltrichter der Entlüftungsmaschine eingefüllt. Mit einer Schnecke wurde die Masse zusammengedrückt und die Luft konnte entweichen. Die zusammengedrückte Masse wurde über eine Mundstück nach aussen gepresst. Nach diesem Schritt befand sich keine Luft mehr in der Schokolade und die Schokolade war nun fertig zur Weiterverarbeitung. |
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Entlüftungsmaschine mit Teilvorrichtung
Mit dieser Maschine konnte die entlüftete Schokolade anschliessend über die Teilvorrichtung auf das gewünschte Gewicht geteilt werden. Die entlüftete Masse wurde in Vertiefungen einer drehbaren, revolverartigen Vorrichtung gepresst. Die abgeteilten Portionen fielen auf einen langsam drehenden Teller wo sie von Hand entnommen werden konnten. |
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WÄrmeschrank Für Formen
In solchen Wärmeschränken wurden die Metallformen angewärmt, bevor sie mit Schokolade gefüllt wurden. |
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Formen der Schokolade und Flachrütteln
Die von der Teilmaschine weggenommenen Stücke wurden sofort in leicht angewärmte Formen eingefüllt. Diese Formen legte man sofort auf die Klopftische. Durch die Vibration der Formen floss die zähflüssige Schokolade in der Form flach. |
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Klopftisch (weiteres Modell)
Durch die Vibration der Formen floss die zähflüssige Schokolade in der Form flach. |
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Klopftisch (weiteres Modell)
Durch die Vibration der Formen floss die zähflüssige Schokolade in der Form flach. |
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Klopftisch (weiteres Modell)
Durch die Vibration der Formen floss die zähflüssige Schokolade in der Form flach. |
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Kohlensäure - Kühlanlage
Über Riemenantrieb ausgestattete Kompressoren wurden für die Raumkühlung oder zur Eiserzeugung eingesetzt.
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Die Abbildungen wurden folgendem Buch entnommen: |
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Ausgabe von 1909 |
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