Tipps für eine gesunde Ernährung
Abwechslungsreich essen und körperlich aktiv bleiben
Abwechslungsreich und vielseitig essen, ist
der sicherste Weg, um die Bedürfnisse bei allen wichtigen Nährstoffen
(Kohlenhydrate, Eiweiss, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente,
Nahrungsfasern) zu decken. Die Vielzahl von Nahrungsmittel soll
aber andererseits auch nicht zur Überernährung führen.
"Von allem etwas und von nichts zuviel!" Das ist eine
gute Faustregel die schon Grossmutter kannte.
Es empfiehlt sich, die Nahrung möglichst
auf drei Hauptmahlzeiten (80% der Tageskalorien) und zwei Zwischenmahlzeiten
zu verteilen. Körperliche Bewegung - vor allem regelmässig
betriebener Sport - verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand
zusätzlich, Der Energieverbrauch wird erhöht und die Gefahr
von Übergewicht wird dadurch ermindert.
2.
Pflanzliche Nahrungsmittel bevorzugen
Die Hauptbestandteile unserer Nahrung sollen
stärkereiche Nahrungsmittel sein:
Brot, Kartoffeln, Teigwaren, Getreideflocken,
Reis, Mais, Hülsenfrüchte etc.
Um die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen
und Nahrungsfasern sicher zu stellen, sind aber auch frisches Obst,
Gemüse und Salate besonders wichtig. Nahrungsfaserreiche Lebensmittel
führen auch ohne grosse Kalorienzufuhr zu einer Sättigung
und sind ausserdem gesund für die Funktion des Darmes.
Die pflanzlichen Nahrungsmittel sollen in angemessenem Masse mit
tierischen Nahrungsmitteln ergänzt werden. Auch Fleisch ist
ein wertvolles und kostbares Nahrungsmittel, aber wir benötigen
es nicht alle Tage. Das Gleiche gilt für Eier. Das Fleisch
der Fische hingegen hat dank seiner hohen Qualität und seiner
wertvollen Fette (ungesättigte Fettsäuren) einen besonderen
Stellenwert für eine gesunde Ernährung.
3.
Fettaufnahme einschränken
Fette und Öle sind die energiereichsten
Nährstoffe. Zuviel Fett begünstigt nicht nur das Übergewicht,
sondern auch das Auftreten verschiedener Krankheiten. Insbesondere
ist da die Arteriosklerose zu nennen, die sich in einer Verengung
der Herzkranzgefässe und im akuten Fall schliesslich in einem
Herzinfarkt äussert. Auf die versteckte Fette in Wurstwaren,
Charcuterie, fettreichen Käsesorten, Fritiertem, Salznüssen,
Rahmsaucen oder in Süssigkeiten, Cremen, Pralinen, etc. ist
besonders zu achten!
Pflanzliche Öle sind als Regel den tierischen
Fetten vorzuziehen. Tierische Fette enthalten viel gesättigte
Fettsäuren, die meistens auch von Cholesterin begleitet sind.
Sie sollten deshalb nur mit Zurückhaltung genossen werden.
Über Cholesterin ist allerdings in einem Folgeartikel noch
einiges zu sagen, weil hier viele Irrtümer verbreitet werden
und die wirklichen Zusammenhänge komplizierter sind.
4.
Täglich Milch und Milchprodukte
Milch, Joghurt, Käse und Quark sind hochwertige
Nahrungsmittel: Milch oder Milchprodukte sollten täglich konsumiert
werden. Sie enthalten viele wertvolle Nährstoffe, insbesondere
auch das für die Knochenbildung unentbehrliche Calcium. Die
notwendige tägliche Zufuhrmenge an Calcium ist ohne einen genügenden
Genuss von Milch und Milchprodukten kaum zu decken.
Teilentrahmte Milchprodukte sind zur Reduktion
des Fettanteils zu bevorzugen.
5.
Zucker und Salz sparsam einsetzen
jeder weiss: Häufiger Zuckerkonsum schadet
den Zähnen, wenn diese nicht gründlich gereinigt werden
(Karies). Kochsalz begünstigt bei entsprechend veranlagten
Menschen die Entstehung eines zu hohen Blutdruckes. Trotzdem ist
Salz wichtig; nicht zuletzt wegen des in vielen Gebieten üblichen
Jod- und Fluorzusatzes. Jod verhindert die Entstehung eines Kropfes,
und Fluor macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Karies.
Beide Wirkstoffe sind auch bei geringem Salzkonsum ausreichend dosiert,
sofern im Haushalt immer das in der Schweiz erhältliche jod-
und fluorhaltige Kochsalz (grüne Salzpackung) verwendet wird.
6.
Reichliches Trinken ist wichtig
Es ist empfehlenswert täglich 1-1.5 Liter
Flüssigkeit zu trinken. Zum Teil werden in der Literatur sogar
2 Liter gefordert. Wasser ist und bleibt der beste Durstlöscher.
In der Schweiz ist das Trinkwasser von ausgezeichneter Qualität
und bringt gegenüber Mineralwässern keine Nachteile. Vermeiden
Sie stark gezuckerte Getränke. Alkoholische Getränke sollen
nur in kleinen Mengen genossen werden. Isotonische Getränke
sind teuer und machen nur im Bereich des Spitzensports wirklich
einen Sinn.
7.
Die Zubereitung der Nahrung soll schonend und hygienisch erfolgen
Achten Sie darauf, dass rasch verderbliche
Lebensmittel möglichst frisch verwendet werden. Durch eine
schonende Zubereitung (kurze Kochzeit, Erhitzung in wenig Wasser,
Garen im Dampf etc.) bleiben viele der kostbaren Nährstoffe
besser erhalten.
Besonderes Gewicht ist auf eine einwandfreie
Hygiene bei der Nahrungszubereitung zu legen. Durch Lebensmittel
verursachte Infektionen sind bei uns das Ernährungsrisiko Nr.
2: Richtige Lagerung und peinliche Sauberkeit helfen solche Zwischenfälle
vermeiden.
8.
Essen Sie mit Freuden, ... aber beenden Sie den Genuss, bevor Sie
übersättigt sind !
Essen bedeutet ganz klar auch Lustbefriedigung. Nicht
umsonst haben wir ein feines Sensorium in Mund und Nase. Geniessen
Sie es!
Eine alte Lebensweisheit besagt aber,
dass man sich stets dann vom Tisch erheben soll, wenn das Gefühl
einer endgültigen Sättigung noch nicht erreicht ist. Auch
nach dem Dessert sollte es noch etwas Platz haben!
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