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| Fachgerechtes temperieren zu Hause
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| Schmelzen der
Schokolade
Wichtig für die Weiterverarbeitung ist das vollständige
Auflösen der Schokolade. Wir unterscheiden zwischen vier Schmelzmethoden.
Durch das Hacken der Schokolade wird das Schmelzen beschleunigt. |
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| Schmelzen im Temperierapparat
Die gehackte Schokolade wird in den
45°C warmen Temperierapparat eingefüllt und über Nacht
stehen gelassen. |
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| Schmelzen im Wasserbad
Die gehackte Schokolade wird in eine
Chromstahlschüssel gegeben. Diese Schüssel ins genau passende
Bain-marie stellen. Das Wasser sollte nicht kochen, um eine Dampfbildung
zu vermeiden. Wassertemperatur ca. 60°C |
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| Schmelzen im Mikrowellenofen
Wird nur für kleinere Mengen empfohlen.
Die Schokolade sollte möglichst fein gehackt werden. Aufwärmen
in Intervallen und unter ständiger Überwachung der Temperatur.
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| Schmelzen im Wärmeschrank
Die gehackte Schokolade wird in eine
Chromstahlschüssel gegeben. Diese Schüssel wird über
Nacht in einen Wärmeschrank gestellt. Schranktemperatur ca. 45°C
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| Temperieren der Schokolade
Tablier - Methode
2/3 der auf 45-50°C erwärmten Schokolade auf dem Marmortisch
abkühlen. Dazu wird die Masse solange mit einem Spatel ausgestrichen
und zusammengenommen, bis sie dickflüssig wird (26-28°C).
Danach wir die tablierte Masse mit der noch warmen gemischt und gut
durchgerührt. Die Schokoladentemperatur beträgt nun ca.
30-32°C. |
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| Impf - Methode
1/3 geraspelte Splitter mit 2/3 aufgelöster
Schokolade (45-50°C) mischen und gut umrühren. Je nach Temperatur
mehr oder weniger geraspelte Splitter zugeben. Durch leichtes Nachwärmen
oder Zugabe von warmer Schokolade erreichen wir die Verarbeitungstemperatur
von 30-32°C.
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| Temperierapparat
Am Abend die Schokolade grob gehackt
einfüllen und eine Temperatur von 35-38°C einstellen. Am
nächsten Morgen die Schokolade gut durchrühren. Verarbeitungstemperatur
30-32°C. Das Einstellen des Thermostats erfordert eine gewisse
Übung, bis Zeit und Mengenangaben übereinstimmen. Im Zweifelsfall
lieber tiefere Temperaturen einstellen und bei Bedarf etwas nachwärmen.
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| Wasserbad
Die warme Schokolade wird in eine
Chromstahlschüssel eingefüllt. In einem Doppelspülbecken
wird einmal warmes- und einmal kaltes Wasser eingefüllt. Unter
regelmässigem Rühren wird die Schokolade, durch das Eintauchen
der Schüssel ins kalte Wasser auf 27-28°C temperiert. Wenn
die Schokolade anzuziehen beginnt, sollte sie kurz im warmen Wasser
angewärmt werden. Verarbeitungstemperatur 30°C. |
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Zu kalt: Wird
die Schokolade beim Tablieren oder Impfen zu stark abgekühlt,
kann sie auch durch Aufwärmen nicht mehr in die richtige Konsistenz
gebracht werden. Die Schokolade ist dickflüssig und kann nur
durch nochmaliges Schmelzen (45-50°C) und Temperieren korrigiert
werden.
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Zu warm: Wird
die Schokolade mehr als 0.5°C höher als die Verarbeitungstemperatur
erwärmt, zerstört man das homogene Kakaobuttergefüge,
und der Temperiervorgang muss wiederholt werden, d.h. vollständiges
Schmelzen (45-50°C) und dann erneutes temperieren.
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Die idealen Verarbeitungstemperaturen
Dunkle Schokolade
Milch Schokolade
Weisse Schokolade
Raumtemperatur
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32°C
31°C
30°C
20°C
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Tipps:
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- Auflösetemperatur: Die Schokolade sollte
nichtt über 50°C erwärmt werden.
Beim Schmelzen im Wasserbad den Kontakt mit Wasserdampf vermeiden.
Ideale Wassertemperatur 60°C.
- Nach dem Schmelzen der Schokolade muss diese
immer gut gemischt werden. Die Schokolade sollte nicht geschlagen
werden, da sie sonst schaumig wird.
- Die Temperatur im Arbeitsraum sollte kühl
gehalten werden, so um die 20°C.
- Die Praliné-Interieurs sollten Raumtemperatur
aufweisen.
- Wird Schokolade über mehrere Tage
flüssig gehalten, so scheiden sich Festbestandteile und Kakaobutter.
Entweder pro Tag 2-3 mal durchrühren oder nach Gebrauch erstarren
lassen und im festen Zustand lagern.
- Geraspelte Schokoladespäne nehmen leicht
Feuchtigkeit auf. Diese Schokolade wird körnig und kann nicht
mehr befriedigend weiterverarbeitet werden.
- Schokolade ist geschmacksempfindlich
und muss somit beim Lagern vor Fremdgeschmack geschützt werden.
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| Häufige Fehler: |
| Die
Schokolade ist zu dickflüssig.
| Wasserdampfeinfluss
feuchte Unterlage beim Hacken
zu starkes Abkühlen beim Temperieren
temperierte Masse zu lange stehengelassen |
Einflüsse
durch Wasser oder Wasserdampf können in der Regel nicht korrigiert
werden. Weitere Verwendung dieser Schokolade für Füllungen
und Saucen.
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| Es
hat kleine Klümpchen (Zuckerkristalle) in der Schoko-lade und
sie sieht griesslig aus.
| Kondenswassereinflüsse. Bei zu
grossen Temperatur-Unterschieden zwischen Lager und Arbeitsraum bildet
sich auf der Oberfläche der Schokolade Kondenswasser. Beim Trocknen
vermischt sich das Wasser an der Oberfläche mit dem Zucker und
bildet kleine Zuckerkristalle. |
Beim Auftreten
von Kondenswassertröpfchen auf der Schokolade sollte die Oberfläche
abgeschabt werden. Die Schokolade nicht zu kalt lagern.
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| Die
überzogenen Pralinen sind grau-grau.
| Keine ausreichende Kühlung der
Pralinen nach dem Überziehen. Die Erstarrung dauerte zu lange. |
| Die Produkte zum
Erstarren in einen Kühlschrank geben.
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| Auf
den überzogenen Pralinen bildet sich Fettreif.
| Die Raumtemperatur ist zu hoch.
Die Schokolade war beim Verarbeiten zu warm.
Das Intérieur war zu warm.
Einflüsse durch andere Wärmequellen z.B. Sonnen -einstrahlung |
Einhalten der Verarbeitungstemperaturen
- Produkte vor Wärmeeinstrahlung schützen - Intérieur
- Temperatur wie Raumtemperatur.
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| Streifenbildung
auf den Produkten sichtbar.
| Die Schokolade wurde nicht richtig
gemischt oder die Verarbeitungstemperatur war zu niedrig. |
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Vor dem Verarbeiten intensiv umrühren.
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| Die
Pralinen sind glanzlos.
| Verarbeitungstemperatur war zu warm.
Intérieur war zu kalt. |
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Temperiervorgang wiederholen - Intérieur genug lange bei Raumtemperatur
anklimatisieren lassen.
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| Schokolade
ist schaumig.
| Zu kalte Schokolade wurde zu stark
gerührt/geschlagen. Sie ist zähflüssig. |
Schokolade vorsichtig
nachwärmen, ohne Überschreitung der Verarbeitungstemperatur.
Falls nicht möglich - Temperierung wiederholen.
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